Schmerztherapie der Wirbelsäule

Anstatt ein Medikament oral einzunehmen, um zu warten bis nur ein kleiner Teil an den Ort des Geschehens kommt, wirkt die spezielle Schmerztherapie millimetergenau an der Wirbelsäule (Facettengelenke, Nervenwurzeln) genau da, wo das Problem entsteht. 

Facetteninfiltrationen

  • Facettenarthropathie/Facettensyndrom, Anschlussinstabilität nach „Versteifungsoperation“
  • CT-gestützte Lokalisation der Facettengelenke (Spondylgelenke)
  • Injektion von je 1 ml Lipotalon sowie evtl. 1-2 ml Meaverin 1% links/rechts/beidseits
  • 1–4 Behandlungen im Abstand von 1–2 Wochen, dann ggf. langfristig regelmäßig
  • Erfolgsrate nach Literatur bis zu 90% kurzfristig, bis zu 54% langfristig
  • Mögliche Nebenwirkungen: Infekt (sehr selten), selten zunächst Schmerzverstärkung

 
Peridurale Injektionen

  • Indikationen: Diskusprotusion/-extrusion/-vorfall mit akuter/chronischer Lumboischialgie, postoperative Narbenbildungen, Rezidivvorfälle, Stenose von Spinalkanal/Recessus lateralis oder Neuroforamen
  • CT-gestützte Lokalisation eines dorsolateralen Zugangsweges
  • Periradikuläre Injektion von insgesamt 1–2 ml Lipotalon sowie evtl. 2–5 ml Meaverin 1% nach Kontrolle der Nadellage nach Literatur (nur wenige Studien) bis zu ca. 80% bei akutem Ereignis. Im Allgemeinen gilt: Je länger/chronischer die Beschwerden sind, desto langwieriger und schwieriger die Behandlung
  • 1–4 Behandlungen im Abstand von 1–2 Wochen notwendig
  • Nebenwirkungen: Infekte (sehr selten), selten zunächst Schmerzverstärkung, kurzfristige Parästhesien/motorische Ausfälle der Beine, versehentliche intrathekale Injektion der Medikamente mit dem Ergebnis der „Spinalanästhesie“ im Bereich der LWS, Blutung, Nervenschaden/Lähmung infolge von lokalen Abszessen

ISG-Infiltrationen

  • Akute/chronische ISG-Blockade auch zu Vorbereitung bei geplanter manueller Therapie
  • Nach CT-gestützter Lokalisation der ISG ein- oder beidseitige Injektion von 2ml Liptalon und 3–5 ml Meaverin 1% intraartikulär
  • Nebenwirkungen: Allergische Medikamentenreaktion (selten), Infekte (sehr selten)
  • bis zu 4 Behandlungen im Abstand von 1–2 Wochen notwendig

 

 

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